Darmsanierung nach Antibiotika – Alle Fakten, Fragen und Antworten

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Unser Darm beherbergt eine unvorstellbare Anzahl von Mikroorganismen. Man schätzt, dass sich in unserem Darm 1,3 Mal so viele Mikroorganismen befinden wie Zellen in unserem Körper. Einige Bakterien verursachen jedoch Störungen und Krankheiten (z. B. Magenschmerzen, Durchfall). Vor allem nach einer Behandlung mit Antibiotika ist unsere Darmflora meist unausgeglichen. Antibiotika bekämpfen nicht nur die schlechten Bakterien, sondern töten auch die guten. Dies kann zu einer Reihe von Störungen führen (z. B. zu Immunstörungen).

In diesem Fall ist eine Darmsanierung nach Antibiotika hilfreich. Es hilft, das Gleichgewicht der gestörten Darmflora wiederherzustellen. In diesem Artikel finden Sie Informationen darüber, wie Sie die Darmflora (oder die Ihres Kindes oder Ihres Hundes) nach der Einnahme von Antibiotika wiederherstellen können, und vieles mehr.

Was ist eine Darmsanierung?

Was ist eine Darmsanierung

Gibt es zu wenig gute Bakterien im Darm oder ist die Vielfalt der Mikroorganismen im Darm reduziert, entsteht ein Ungleichgewicht (Dysbiose) im Darm. Hierfür gibt es viele Gründe. Zum Beispiel durch falsche Ernährung, Stress oder Antibiotika-Behandlung.

Es handelt sich um zwei unterschiedliche Strategien, die auch zusammen gute Ergebnisse liefern.

Mikroorganismen lebend aufnehmen in Form von:

– Milchsäure bildenden Lebensmitteln,  wie Joghurt oder fermentiertes Gemüse (u.a. Sauerkraut).
– Probiotika (Kleinstlebewesen, wie z.B. Milchsäurebakterien) durch ein Präparat (Kapseln, Pulver, etc.)

Probiotische Bakterien mit deren “Lieblingsessen” (Präbiotika) füttern, damit sie sich vermehren:

– Dieses Lieblingsfutter besteht aus Pflanzenfasern die den Bakterien als Nahrungsquelle dienen. Wichtige Nährstoffe werden den Dickdarmbewohner, mit den darin enthaltenen Zuckerverbindungen (z.B. Oligosaccharide) geliefert.

Im Allgemeinen besteht das Ziel der Darmreinigung darin, die Zahl der pathogenen Bakterien und Keime zu reduzieren und die Zahl der guten Bakterien zu erhöhen. Dies führt zu einem gesünderen (sauren) Milieu im Darm, in dem sich nützliche Bakterien (wie Laktobazillen) vermehren können.

Die Darmreinigung ist in der Naturheilkunde besonders wichtig. Das folgende Verfahren wird empfohlen:

  • Darmreinigung (z. B. Reinigung mit Bittersalz).
  • Durch Unterstützug z. B. in Form einer Pilzkur, können gefährliche Keime vernichtet werden.
  • Probiotika helfen, die richtigen Bakterienpopulationen zu vermehren und die Darmflora wiederherzustellen.
  • Unterstützen Sie die Erholung des Darms mit einer Diät und Präbiotika. Auch Fasten ist eine Möglichkeit.

Wichtige Fakten im Überblick

  • Bei der Darmreinigung geht es um die Wiederherstellung einer gesunden, ausgewogenen Darmflora. Sie wird bei typischen Nebenwirkungen (z. B. Durchfall) nach der Einnahme von Antibiotika empfohlen.
  • Unser Darm enthält nützliche und schädliche Bakterien, Pilze und Mikroben. Sie konkurrieren miteinander. Bei einer Darmsanierung nach Antibiotika werden die guten Bakterien unterstützt. So können sie sich vermehren und den Darm schützen.
  • Sie können Ihren Darm mit geeigneten Lebensmitteln reinigen (z. B. mit Milchenzymen wie Sauerkraut, Joghurt und Ballaststoffen). Sie können aber auch gesunde lebende Bakterien (Probiotika) hinzufügen oder sie füttern (Präbiotika).

Wann sollte man eine Darmsanierung durchführen?

Verschlimmerung von Krankheiten wie Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Immunstörungen und Rheumatismus, können das Gleichgewicht des Darms negativ beeinflussen. Aber auch Fettleibigkeit, Allergien und Depressionen können mit den aktuellen Lebensbedingungen zusammenhängen. Ungesunde Ernährung, geringe körperliche Aktivität und erhöhter Stress sind die Hauptfaktoren.

Es gibt Grund zu der Annahme, dass die folgenden Symptome und Krankheiten auch mit Veränderungen der Darmflora zusammenhängen können und dass eine Damrsanierung Linderung verschaffen kann:

  • Beim Leaky-Gut-Syndrom beispielsweise können schädliche Bakterien in den Darm eindringen.
  • Das Reizdarmsyndrom (IBS) verursacht Bauchbeschwerden wie Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen im Bauchraum.
  • Die Divertikulitis (entzündlicher Darmtumor) kann eine Entzündung des Bauchfells oder des Darms verursachen.

Die Aufrechterhaltung oder Darmsanierung ist ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheit und eine Voraussetzung für wichtige Folgebehandlungen. Eine gesunde Darmflora enthält die folgenden vier Stämme von Mikroorganismen und Bakterien:

  • Enterokokken
  • Escherichia Coli
  • Lactobacillen
  • Bifidobakterien

Wenn die Mikroflora des Darms geschädigt ist, z. B. durch

  • Chemotherapie
  • Antibiotika
  • Ungesunde Ernährung
  • Gebrauch von Abführmittel

muss sie mit Hilfe von darmgesunden Lebensmitteln und probiotischen Ergänzungsmitteln wiederhergestellt werden. Sie führen lebende Mikroorganismen ein, die gleichzeitig das Wachstum von nützlichen Bakterien fördern.

Wer sollte keine Darmsanierung durchführen?

Die Darmsanierung ist in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Es können jedoch Nebenwirkungen auftreten, wie z. B.

– Schwindelgefühl
– Kopfschmerzen
– Verfärbung der Haut

Eine anschließende Darmsanierung (mit Nahrungsmitteln oder probiotischen Präparaten) kann manchmal Nebenwirkungen verursachen. In diesem Fall muss festgestellt werden, ob es sich um einen ersten Rückfall handelt. In diesem Fall verschwinden die Symptome nach ein paar Tagen. Wenn jedoch schwere und ungewöhnliche Nebenwirkungen auftreten, sollte das Medikament sofort abgesetzt werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Wenn die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie die Einnahme des Arzneimittels zur Darmsanierung sofort beenden:

Abnorme Besiedlung des Darms aufgrund einer Überdosierung des Präbiotikums: Verwirrtheit, psychiatrische Probleme, starke Bauchschmerzen, starker Durchfall, Übelkeit

Verstopfung aufgrund von Funktionsstörungen des Darms oder Medikamenten: bei Parkinson Medikamente, bei Antidepressiva, bei Entwässerungsmedikamenten, bei Diabetes

Resistenz gegen bestimmte Antibiotika. Probiotische Bakterien nehmen ihre Resistenzgene auf. Sie geben sie dann an Krankheitserreger weiter: Entwicklung weiterer Resistenzen und Unverträglichkeiten.

Außerdem sollten Menschen mit den oben genannten Krankheiten niemals ihren Darm reinigen lassen. Die folgenden Personen sind ebenfalls gefährdet:

  • immunschwache Säuglinge, Babys und Kinder
  • z.B. nach einer Krebstherapie
  • Menschen mit einem kurzen Dünndarm (z.B. nach einer operativen Verkürzung aufgrund einer Morbus-Crohn-Erkrankung)

Für alle anderen, und das ist die Mehrheit, hat die Darmreinigung viele Vorteile. Dazu gehört ein ausgezeichnetes allgemeines Wohlbefinden, wie eine verbesserte Verdauung.

Darmsanierung nach Antibiotika – Das sollten Sie wissen

Wenn bei Ihnen nach der Einnahme von Antibiotika Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blähungen auftreten, müssen Sie Ihre Ernährung umstellen. Eine mediterrane Ernährung (viel Gemüse usw.) ist besonders günstig für einen gesunden Darm.

Wie lange sollte man eine Darmsanierung nach Antibiotika machen?

Antibiotika werden zur Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten eingesetzt. Sie bekämpfen die Bakterien und Keime, die Krankheiten verursachen. Allerdings haben sie auch unerwünschte Nebenwirkungen. So kommt es nach Antibiotika häufig zu schwerem Durchfall (Antibiotika-induzierte Diarrhöe, AAD).
Die AAD äußert sich je nach Dauer der Antibiotikabehandlung und des verwendeten Antibiotikums unterschiedlich. Typische Symptome der AAD sind:

  • Übelkeit und Bauchschmerzen
  • Appetitverlust
  • Durchfall
  • Blähungen

Wenn Sie nach eine Darmsanierung nach Antibiotika planen, haben Sie Geduld. Je nach Person kann es einige Zeit dauern, bis der Darm wieder eine gesunde Darmflora aufgebaut hat.

Je nach dem Grad der Schädigung der Darmflora sollte dies im Durchschnitt mindestens vier Wochen (bis zu drei Monaten) dauern. Nur so kann eine gesunde Darmflora wiederhergestellt werden. Nach etwa zwei Wochen sollten Sie eine Verbesserung feststellen. Es ist jedoch nicht ratsam, von Blitzkuren zum Darmaufbau die Finger zu lassen. Sie können den geschwächten Organismus sehr belasten.

Ist eine Darmsanierung nach Antibiotika bei Hunden möglich?

In den Därmen von Hunden leben Millionen von Bakterien. Nach einer bakteriellen Infektion (z. B. nach Soor) erhält der Hund Antibiotika. Dadurch werden die schädlichen Bakterien abgetötet. Leider werden auch die nützlichen Bakterien, die in den Schleimhäuten leben, abgetötet.
Sie können den Darm Ihres Hundes mit einer Darmreinigung (Symbiose) wieder ins Gleichgewicht bringen. Es gibt zwei grundlegende Optionen:

– Mischen Sie lebende Darmbakterien (Probiotika) mit der Nahrung. Sie unterstützen die guten Bakterien (z. B. Laktobazillen) und zerstören die schlechten.

– Präbiotika ernähren die guten Bakterien. Dies sind Nahrungsmittelbestandteile, die in ballaststoffreichen Lebensmitteln, wie z. B. Karotten, vorkommen.

Es gibt auch natürliche Heilmittel zur Reinigung des Hundedarms. Zum Beispiel:

  • Bindung von Giftstoffen mit Flohsamen, Heilerde oder Heilschlamm.
  • Stellen Sie die Ernährung um (aber langsam), am besten gleichzeitig oder noch besser nach einer Darmsanierung.

Eine Darmreinigung nach einer Antibiotikagabe bei Hunden ist nicht nur nützlich, sondern auch ratsam. Wenden Sie sich jedoch zunächst an Ihren Tierarzt, um etwaige Nebenwirkungen auszuschließen.

Kann eine Darmsanierung nach Antibiotika bei Kindern angewendet werden?

Bei einer normalen vaginalen Geburt werden die Mikroorganismen zunächst von der Mutter auf das Kind übertragen. In dieser Zeit entwickelt das Baby erstmals eine gesunde Körperflora. Es kann viele Gründe für ein Ungleichgewicht des Darms bei Babys und Kindern geben. Sie kann zum Beispiel durch die folgenden Faktoren verursacht werden:

  • Babys, die per Kaiserschnitt geboren werden, profitieren nicht von der Übertragung des Bakterienstamms der Mutter.
  • Säuglinge, die nicht gestillt werden, haben eine weniger differenzierte (andere) Darmflora.
  • Nach einer Antibiotikabehandlung werden nicht nur die pathogenen (krankheitsverursachenden) Bakterien zerstört, sondern auch die nützlichen (apathogenen) Bakterien.

Wenn ein Kind nach einer Infektion Antibiotika einnehmen muss, führt dies häufig zu schwerem Durchfall. Die meisten Studien über die Darmgesundheit von Kindern kommen zu dem Schluss, dass Probiotika auch zur Stärkung des Darms und zur Linderung der Beschwerden bei Kleinkindern beitragen. Kinder sollten nach der Einnahme von Antibiotika spezielle Probiotika erhalten. Wenn es sich um ein Kind handelt, fragen Sie Ihren Apotheker oder Kinderarzt um Rat.
Säuglinge sollten gestillt werden, damit sich eine gesunde Darmflora entwickeln kann.

Der Kinderarzt entscheidet, welche Bakterienstämme und wie viele Mikroorganismen in den Probiotika für Babys enthalten sein sollen. Die meisten Kinderprodukte enthalten hauptsächlich Stämme von Lactobacillus (L.) reuteri und L. acidophilus. Für Kleinkinder eignen sich Probiotika in Pulverform besonders gut, da sie leicht unter die Nahrung gemischt werden können.

Besondere Vorsicht ist bei immungeschwächten Kindern geboten. In jedem Fall ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, bevor der Darm von Kleinkindern gereinigt wird. Er wird Ihnen die Art und Dauer der Behandlung mitteilen.

Was bei Darmproblemen zu tun ist: Produkte zur Wiederherstellung der Darmflora

Neben alternativen Methoden (z. B. Homöopathie) können auch Probiotika zur Wiederherstellung der Darmflora eingesetzt werden. Diese enthalten ausgewählte Stämme lebender Bakterien. Sie sollten mit einer angemessenen (z. B. zucker- und ballaststoffarmen) Ernährung kombiniert werden.

Auch präbiotische Präparate können verwendet werden. Diese „füttern“ die probiotischen Mikroorganismen und tragen so zur Bildung der Darmschleimhaut bei. Es gibt auch Synbiotika – Präparate, die Präbiotika und Probiotika enthalten. Präbiotika bestehen nicht aus Bakterien. Sie sind jedoch Ballaststoffe, die als Nahrung für die Darmbakterien dienen.

Präbiotika sind natürlicherweise in einigen Lebensmitteln enthalten oder können in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Insbesondere die folgenden drei Nahrungsergänzungsmittel werden als sehr nützlich angesehen:

Galakto-Oligosaccharide: Präbiotika sind in der menschlichen Muttermilch enthalten und können industriell aus Laktose hergestellt werden.

Fructo-Oligosaccharide: Topinambur (roh), Knoblauch, Banane, Weizen, Artischocke, Zwiebel (roh)

Untergruppe der Fruktane: Chicoreé, Yaconwurzel, Löwenzahn, Pastinaken, Schwarzwurzel, Spargel

Diese drei Beispiele haben eine positive Wirkung auf die Darmflora. Sie sind insbesondere für das Wachstum der erwünschten Bifidobakterien im Darm verantwortlich. Sie sind daher sehr nützlich, zum Beispiel für die Wiederherstellung des Darmtrakts nach schweren Durchfällen oder einer Darmsanierung nach Antibiotika.

Probiotika zur Darmsanierung nach Antibiotika

Zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung ist eine Behandlung mit Probiotika (lebenden Mikroorganismen) nach der Einnahme von Antibiotika vielversprechend. Probiotika sind Präparate (Kapseln, Flüssigkeiten), die lebende Darmbakterien enthalten. Sie besiedeln den geschädigten Darm und bauen eine neue, gesunde Darmflora auf.

Die folgenden positiven Wirkungen der beiden therapeutischen Ansätze zur Darmsanierung sind bekannt:

  • Die Einnahme von Probiotika bekämpft erfolgreich die schlechte Besiedlung des Darms.
  • Positive Auswirkungen auf das Immunsystem
  • Verbessert die Barrierefunktion der Darmwand (Durchlässigkeit der Darmwand).

Der Immunologe Elie Metchnikoff prägte den Begriff „probiotisch“ für fermentierte Lebensmittel (z. B. fermentierte Milchprodukte). Probiotika enthalten lebensfähige Bakterien und Mikroorganismen.

Um das Gleichgewicht des Darms wiederherzustellen, werden große Mengen benötigt. Die meisten probiotischen Produkte enthalten hauptsächlich die folgenden Bakterien und Milchhefe:

  • Escherichia coli
  • Enterococcus faecium
  • Saccharomyces boulardii
  • L. reuteri
  • L. bifidobacteria
  • L. casei
  • Lactobacillus (L.) rhamnosus

Diese Mikroorganismen bekämpfen schädliche Bakterien im Darm. Präbiotika ermöglichen die Ernährung von Probiotika. Sie dienen als Nahrungsquelle für Probiotika und bestehen in der Regel aus unverdaulichen Ballaststoffen und Pflanzenteilen.

Homöopathie zur Darmsanierung nach Antibiotika

Darmsanierung nach Antibiotika Homöopathie

Vor allem im Bereich der Naturheilkunde wird eine Darmreinigung vor der Darmsanierung empfohlen.  Folgende Möglichkeiten stehen dazu zur Verfügung:

  • Mineralerde (Saugt Schadstoffe wie ein Schwamm auf)
  • Kümmel und Oregano (Gegen schädliche Keime)
  • Leinsamen und Flohsamen (Zur Bindung gfährlicher Stoffe)
  • Colon Hydro Therapie (Darmspülung durch Einlauf)

Darmfördernde Bakterienkulturen werden benötigt, um ein gesundes Darmmilieu nach einer Antibiotikabehandlung wiederherzustellen. Vor allem die beiden folgenden Mikroorganismen spielen eine wichtige Rolle:

  • Lactobacillus rhamnosus
  • Bifidobakterien animalis subsp.

Sie können diese auch in Ihre Ernährung aufnehmen (Kefir, Sauerkraut usw.). Einige Homöopathen empfehlen auch eine Autoinokulation. Auch homöopathische Mittel wie die Autoinokulation, bei der es sich um Einzelmittel handelt, die wie ein Impfstoff wirken, können empfohlen werden.

Bei der Darmreinigung werden körpereigene Bakterien produziert und in ein individuelles Medikament (z.B. Tropfen) umgewandelt.

Auch die moderne Wissenschaft und die Naturmedizin setzen auf die Methode des Mikrobiomtransfers. So wird beispielsweise der gesamte Stuhl des Spenders auf den Empfänger übertragen, möglicherweise mit zusätzlichen Bakterien aufbereitet. In der Regel wird eine Darmspiegelung durchgeführt.

Homöopathen empfehlen eine Übersäuerung des Darms als Behandlung:

  • Schwefelkuren
  • probiotische Sauermilchprodukte

Die folgenden Globulis werden empfohlen, um die Symptome zu lindern und das Gleichgewicht des Darms wiederherzustellen:

  • Übelkeit und Erbrechen: Arsenicum Album
  • Starke Blähungen und Magenkrämpfe: Chamomilla
  • Koliken mit Durchfall: Cuprum Metallicum
  • Übelkeit, Magenkrämpfe, Durchfall, Verstopfung: Nux Vomica
  • Wiederkehrende Koliken: Belladonna
  • Morgendliche Durchfälle, Sodbrennen, Blähungen: Natrium sulfuricum
  • Unwohlsein nach fettigem Essen: Pulsatilla

Globuline (kleine Tropfen) sind ein wirksames Alternativmittel in der Homöopathie. Die genaue Auswahl, Dosierung und Anwendung von Globulinen sollte mit Ihrem Heilpraktiker besprochen werden.

Diät zur Darmsanierung nach Antibiotika

Wer nicht fasten möchte, kann seinen Darm mit der richtigen Ernährung dennoch sehr effektiv unterstützen. Oft ist eine Umstellung der Ernährung erforderlich. Das bedeutet, schlechte Ess- und Trinkgewohnheiten aufzugeben und sich gesünder zu ernähren.

Ein gesunder Darm durch richtige Ernährung:

Darauf sollten Sie verzichten: zu viele Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, etc.), Ungesunde Fette (Transfettsäuren wie Palmöl, etc.), zuckerhaltige Getränke (Limonaden, Säfte, etc.) Zucker, Alkohol, Nikotin

Das sollten Sie zu sich nehmen: fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut, Joghurt und andere Sauermilchprodukte, viel Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, gesunde Fette (Nüsse, Lachs, Olivenöl, etc.) frisches Obst, frisches Gemüse, z.B Artischocke, Brokkoli

Neben einer gesunden, ausgewogenen Ernährung können auch Bewegung, Massagen oder Leberpackungen zur Darmreinigung beitragen.

Weitere Therapie Möglichkeiten und Aufbaukur nach Antibiotika

Professor Jeffrey Woods von der University of Illinois hat in mehreren Studien gezeigt, dass Bewegung selbst eine positive Wirkung auf den Darm haben kann. Je mehr Sie sich bewegen, desto mehr Bakterien wachsen in Ihrem Darm. Diese Bakterien haben eine entzündungshemmende Wirkung.

In der folgenden Tabelle sind die Maßnahmen zusammengefasst, die Sie zur Darmsanierung nach Antibiotika ergreifen können:

Ayurveda: Darmreinigungen und ayurvedische Diäten helfen, den Darm zu sanieren.

Entspannungstechniken: Autogenes Training oder Yoga zum Beispiel helfen, sie zu verlangsamen.

TCM (Traditionelle chinesische Medizin): Ingwer, Wärme oder Akupunktur zum Beispiel stärken und beruhigen den Darm.

Vermeide negativen Stress: Wirkt sich positiv auf das „Darmhirn“ aus (viele Nervenzellen befinden sich im Darm).

Ausgewogene gesunde Ernährung: Ballaststoffe fördern eine gesunde Verdauung und regulieren sie.

Hausmittel: Sie stabilisieren die Darmflora und wirken mitunter entzündungshemmend (z. B. Aloe vera, Knoblauch, Schwarzkümmelöl).

Ausreichend Bewegung: Sie fördern die Darmgesundheit und stimulieren das Immunsystem.

Unser Fazit

Eine ausreichende Anzahl probiotischer Bakterien (z. B. Milchsäurebakterien) muss im Darm vorhanden sein, um eine gesunde Darmflora aufzubauen. Sie bieten ein gesundes, saures Milieu, in dem schädliche Bakterien und Pilze nicht wachsen können. Nach einer Antibiotikabehandlung verschwinden viele der nützlichen Bakterien zusammen mit den schädlichen Krankheitserregern.

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen oder Hunden. Die Darmschleimhaut kann durch eine richtige Ernährung oder probiotische Präparate wiederhergestellt werden. Das stärkt automatisch das Immunsystem. Ein gesunder Darm schützt vor anderen Krankheiten oder pathologischen Infektionen. Eine Darmsanierung nach Antibiotika verbessert das Wohlbefinden.

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