Unverträglichkeitstest im Check | Erfahrungen 2022

Bauchschmerzen nach einen Milchkaffee, Ausschlag nach Zitrusfrüchten, Blähungen nach einer Scheibe Vollkornbrot – so können sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten äußern. Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben gerade in der westlichen Welt in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen und immer mehr Menschen leiden unter bestimmten Unverträglichkeiten zum Beispiel gegenüber Nahrungsmitteln. Die Laktoseintoleranz ist eine der bekanntesten Lebensmittelunverträglichkeiten. Aber wie kann man herausfinden, ob man wirklich unter einer solchen Form einer Unverträglichkeit leidet? Ein Unverträglichkeitstest kann hier Auskunft geben.

Was ist ein Unverträglichkeitstest?

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Mit einem Nahrungsmittelunverträglichkeitstest für zuhause untersuchen Sie Ihre Reaktion auf auf die häufigsten Nahrungsmittel. So erhalten Sie eine valide Aussage, welche Nahrungsmittel Sie gut vertragen und welche Ihren Körper belasten.

Was sagt die Stiftung Warentest?

Von der Stiftung Warentest werden Produkte untersucht, die uns in allen Bereichen unseres Lebens begegnen. Neben technischen Geräten, Lebensmitteln und Kosmetika untersuchen die Tester auch immer wieder Medizinprodukte, die von Laien benutzt werden können. So wurden auch verschiedene Testkits untersucht, die Unverträglichkeiten nachweisen sollen. Das Ergebnis der Studie ist auf den Seiten der Stiftung nachzulesen.

Unverträglichkeitstest im Anwendungstest

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Wir wollten wissen, wie zuverlässig diese Test-Hinweise auf eine möglich Unverträglichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel geben. Grundsätzlich muss man an dieser Stelle zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit unterscheiden. Bei einer Allergie erkennt das körpereigene Immunsystem bestimmte Bestandteile im Essen als „Störung“ an und versucht, diese Bestandteile zu bekämpfen – die Folge ist eine allergische Reaktion. Diese kann sich bei Nahrungsmitteln in Form von Symptomen wie Ausschlag, Schwellungen – zum Beispiel im Rachenraum oder Reaktionen des Magen-Darm-Trakts – zum Beispiel Durchfall oder Übelkeit – äußern. Anders ist es bei einer Unverträglichkeit, die im Fachjargon Intoleranz genannt wird. Hier liegt eine Unfähigkeit des Darms vor, manche Lebensmittelbestandteile richtig zu verdauen oder abzubauen.

Um eine Intoleranz zu testen, gibt es verschiedene Möglichkeiten – eine ist ein Selbsttest. Solche Testkits können Sie sowohl in Apotheken kaufen als auch direkt bei den verschiedenen Anbietern im Internet bestellen. Wir haben unser Testkit online bestellt. Die Tests unterscheiden sich grundlegend in der Form der Probenentnahme.

Einige Anbieter untersuchen eine Haarprobe, andere untersuchen Ihr Blut. Bei dem von uns gewählten Test wurde eine Haarprobe genommen, die wir zur Untersuchung eingeschickt haben. Nach der Bestellung haben wir direkt einen Anmeldebogen ausgefüllt, bei dem wir neben den persönlichen Daten auch eine Fragebogen, der unsere Medicross-Labs Bestellnummer enthält, ausgefüllt. Die Medicross-Labs Bestellnummer ist gleichzeitig unsere Ident-Nummer, unter der die Testergebnisse gespeichert werden. Der Fragebogen wird zusammen mit der Haarprobe an das angegebenen Labor in einem frankierten Umschlag geschickt. Nach 10 Werktagen erhielten wir das Ergebnis – unsere Kollegin, die den Test durchgeführt hat, leidet an keiner Unverträglichkeit. Da Sie auch keinerlei Beschwerden hat, können wir das Testergebnis als erfolgreich bewerten.

Der Test selbst ließ sich schnell und problemlos durchführen, allerdings mussten wir bei unserer Recherche auch lesen, dass viele dieser Tests nicht sehr genau sind. Daher bieten diese Selbsttests nur einen Anhaltspunkt, ob eine mögliche Unverträglichkeit vorliegen kann. Für genaue Ergebnisse sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren, der über eine differenzierte Diagnostik verfügt. Im Zweifelsfall wird Ihr Arzt Sie an einen Gastroenterolgen überweisen.

Gibt es eine wirkungsvolle Alternative?

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können das Leben der Betroffenen stark einschränken. Wer zum Beispiel bei einem gemütlichen Frühstück auf beliebte Produkte wie Brot oder Obst verzichten muss, wird teilweise schnell frustriert sein, da genau diese Produkte bei vielen Menschen auf dem Frühstückstisch stehen. Eine Möglichkeit, einer Unverträglichkeit auf den Grund zu gehen, ist aber genau das – eine Ausschlußdiät, also der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel über einen längeren Zeitraum. Werden die Beschwerden weniger, kann man von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgehen.

Öffentliche Unverträglichkeitstest Erfahrungen und Bewertungen von Kunden

Bei unserer Recherche stießen wir auf eine große Bandbreite von Kundenerfahrungen. Von sehr zufriedenen Anwendern werden die Tests geschätzt, es gibt aber auch Anwender, bei denen die Ergebnisse nicht stimmten. Grundsätzlich gilt, dass die Bestimmung einer Unverträglichkeit viel Zeit in Anspruch nimmt. Einige Patienten tappen sogar Jahre im Dunkeln, ehe sie erfahren, um welche Art der Unverträglichkeit es sich bei Ihnen handelt. Die Diagnostik ist hier ein sehr schwieriges Unterfangen und erfordert mit oder ohne ärztliche Unterstützung eine Menge Geduld.

Gibt es auch Kritik an Unverträglichkeitstest?

Kritische Stimmen sagen, dass diese Tests nicht zuverlässig sind und teilweise Unverträglichkeiten angezeigt werden, die sich nicht bestätigen. Bei Bluttests wird untersucht, ob bestimmte Antikörper gegen Nahrungsmittel im Blut sind – da sind sie aber auch bei gesunden Personen zu finden. Die Tests sind also sehr sensibel und zeigen unter Umstände falsche Ergebnisse an.

Für wen ist ein Unverträglichkeitstest gedacht?

Diese Tests sind für Menschen geeignet, die überprüfen wollen, ob sie unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden. Sie geben einen Anhaltspunkt, ob eine Intoleranz gegenüber bestimmten Lebensmittel vorliegen kann und so können weitere Schritte unternommen werden.

Welche Unverträglichkeiten bei Magen Darm Beschwerden gibt es?

Hier gibt es folgende Formen der Unverträglichkeit:

  • Fruchtzuckerintoleranz
  • Laktoseintoleranz
  • Glutenunverträglichkeit
  • Weizenintoleranz
  • Histaminintoleranz
  • Zöliakie (Hierbei handelt es sich weder um eine Unverträglichkeit, noch um eine Intoleranz, sondern um eine Autoimmunerkrankung des Darms, deren Symptome jedoch erstmal ähnlich der Weizenunverträglichkeit wirken.)

Laktoseintoleranz / Milchzuckerunverträglichkeit

Ungefähr 15 Prozent aller Deutschen vertragen nur kleine Mengen Milchzucker, der auch als Laktose bezeichnet zeichnet wird. Den Betroffenen fehlt ein Enzym, welches die Laktose abbaut. Die Folge können Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen sein.

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Die Zöliakie ist weder eine Allergie noch eine klassische Unverträglichkeit. Hier ist die Darmschleimhaut der Betroffenen entzündet. Grund dafür ist das Vorhandensein des Klebereiweißes Gluten, das vom körpereigene Abwehrsystem als Feind angesehen wird und bekämpft werden soll. So wird eine Immunreaktion ausgelöst, die sich in Form einer Entzündung manifestiert. Die Folgen können Fettstühle, Durchfall, Gewichtsverlust und Wassereinlagerungen auslösen. Aber auch Vitaminmangel, Blutarmut oder Depressionen sowie Gelenk- und Hautbeschwerden können als Folgeerkrankungen einer Zöliakie auftreten. Wurde diese Krankheit diagnostiziert, müssen die Betroffenen auf Getreide wie Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen und viele verarbeitete Lebensmittel verzichten.

Weizensensitivität

Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass einige Menschen auf Weizen mit Beschwerden reagieren. Für diese Form der Unverträglichkeit sind Amylase-Trypsin-Inhibitoren verantwortlich. Das sind Eiweiße, die in glutenhaltigem Getreide vorkommen. Diese Eiweiße docken an verschiedenen Stellen der Darmschleimhaut an und lösen so Immunreaktionen aus, die bei einigen Betroffenen zu Beschwerden führen können. Diese äußern sich ähnlich der  Beschwerden einer Glutenunverträglichkeit. Auch hier sollten sich die Patienten glutenfrei ernähren.

Histamin Intoleranz

Histamin ist zum einen ein körpereigener Botenstoff, der vor allem in Haut, Lunge, Nervenzellen und Verdauungstrakt vorkommt aber auch in verschiedenen Lebensmitteln enthalten ist. Wird zuviel Histamin durch Nahrungsmittel aufgenommen äußert sich das mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Asthma aber auch Magen-Darm-Problemen, Herzrasen, Juckreiz oder Hautrötung.

Fruchtzuckerunverträglichkeit / Fruktose Intoleranzen

Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, kommt natürlicherweise in Obst vor und verleiht ihm seinem süßen Geschmack. Aus dem Darm gelangt der Fruchtzucker durch Transportstoffe ins Blut. Jeder Mensch verträgt nur eine bestimmte Menge Fruchtzucker. Bei einigen Patienten ist der Transport der Fruktose eingeschränkt, weshalb sie schon auf kleinere Mengen der Fruchtsüße mit Beschwerden reagieren. Nehmen diese Menschen noch gleichzeitig Sorbitol zu sich, das in vielen „Light-Produkten“ verwendet wird, können die Beschwerden noch verstärkt werden – die Folge sind Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen.

Reizdarm

Ein Reizdarm kann viele Ursachen haben – Stress, Fast Food oder bestimmte Medikamente können die Beschwerden auslösen. Am häufigsten klagen die Patienten über unbestimmte Bauchschmerzen sowie ein Gefühl des Unwohlseins. Aber auch Stuhlunregelmäßigkeiten mit Verstopfung oder Durchfall sowie Blähungen und Völlegefühl sind typisch.

Wie funktioniert ein Unverträglichkeitstest?

Bei einem Unverträglichkeitstest werden entweder eine Haarprobe oder wenige Tropfen Blut auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen Nahrungsmittel untersucht. 

Liegen offizielle Tests und Studienergebnisse vor?

Ja, es gibt zahlreiche klinische Studien, die die Wirksamkeit dieser Selbsttests untersucht haben. Das Ergebnis der Studien können Sie im Internet nachlesen.

Unverträglichkeitstest – Anwendungsablauf

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Ein Unverträglichkeitstest läuft wie folgt ab:

  • Sie kaufen oder bestellen einen Test
  • füllen den Fragebogen aus
  • schicken eine Probe (Haare oder Blut) an das Untersuchungslabor
  • erhalten nach 10 – 14 Tagen Ihr persönliches Testergebnis

Wo können Sie einen Unverträglichkeitstest kaufen?

Sie können die Testkits sowohl in lokalen Apotheken kaufen als auch bei zahlreichen Online-Anbietern im Internet bestellen.

Zu welchem Preis wird ein Unverträglichkeitstest angeboten?

Die Preisspanne ist auch bei den Anbietern der Unverträglichkeitstests recht groß. Sie werden bereits für kleines Geld angeboten, können aber auch im Hochpreissegment liegen.

Häufig gestellte Fragen

Uns erreichen regelmäßig eine Vielzahl von Fragen zu den von uns vorgestellten Produkten oder diskutierten Themen. Hier haben wir noch weitere Informationen für Sie zusammengestellt.

Kann ich einen Unverträglichkeitstest nur bei meinem Hausarzt machen?

Nein, es gibt auch Selbsttests, die Sie bequem zu Hause durchführen können.

Ist ein Unverträglichkeitstest auch für Kinder geeignet?

Ja, Sie können auch Kinder damit testen.

Könnte ich auch meinen Hund mit einem Unverträglichkeitstest testen?

Nein, die Testkits sind für den Gebrauch am Menschen entwickelt worden.

Kann ich einen Unverträglichkeitstest auch zu Hause durchführen?

Ja, das ist möglich.

Muss zwingend immer Blut abgenommen werden bei einem Unverträglichkeitstest?

Nein, es gibt auch Tests, bei denen Haarproben untersucht werden.

Unverträglichkeitstest – Fazit

Mit einem Unverträglichkeitstest können Sie einen ersten Anhaltspunkt erhalten, ob Sie unter einer Nahrungsmittelintoleranz leiden. Allerdings sind die Tests teilweise nicht genau und Sie sollten daher die Ergebnisse durch Ihren Arzt überprüfen lassen. Er kann Ihnen auch die entsprechenden Behandlungsmethoden anbieten oder eine weiterführende Diagnostik anordnen, bis Sie endlich den Grund für Ihr Unwohlsein gefunden haben und sich entsprechend ernähren können. 

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